Archiv für Dezember, 2008

Digicam-Hersteller noch immer im Feature-Wettrüsten-Zeitalter

Dienstag, Dezember 30th, 2008

Da ich neulich leider meine alte Digicam mit dem Kart überfahren habe, habe ich mal geschaut, ob ich mir vielleicht eine neue kaufe. Habe mich allerdings dagegen entschieden:

Bildpunkte Sensor: 9,0 Megapixel / Sensor-Typ: CCD-Chip (1/2,3″) / Auflösung: 3.456 x 2.592 Pixel / optischer Zoom: 10,0 fach / Digital-Zoom: 4,0 fach / Bildschirmdiagonale: 3,0 Zoll / Speicherkarte: SecureDigital (SD), SecureDigital HC (SDHC) / min. Lichtempfindlichkeit ISO: 100 / max. Lichtempfindlichkeit ISO: 6.400 / Belichtungszeit: 8 - 1/2000 sec / Bildstabilisator / USB-Port: USB 2.0 / Farbtiefe: 24 Bit…

Ich gehöre vermutlich zu den weniger paar % von Leuten, die mit all diesen Zahlen überhaupt noch so halbwegs etwas anfangen können. Trotzdem kann und will ich keine Kaufentscheidung anhand eines solchen Bullshit Bingo treffen!
Die Digitalkamera-Industrie ist lustigerweise noch immer beschäftigt mit dem Wettrüsten um die neuesten Features und noch mehr Knöpfe, die kein Mensch braucht oder bedienen kann.
Das war die MP3-Player-Industrie auch, bis der iPod kam - von Apple lernen, heißt siegen lernen?
Warum baut niemand eine einfache Digicam ohne Schnickschnack, die sich intuitiv bedienen lässt?

Ich kaufe mir jedenfalls erstmal keine neue Kamera und fotografiere weiterhin mit dem Blackberry, geht auch und den habe ich immerhin immer dabei.

Das Thema zeigt allerdings auch nicht nur die Fehlentwicklung bei den Produkten. Auch zeigt es, wie schlecht leider noch immer das ganze Thema Online Shopping entwickelt ist: Wenn ich ein bestimmtes Produkt haben will und nur noch wissen will, wo ich das gut und günstig kaufen kann, dafür gibt es genug Preisvergleiche, Amazon und Gimahhot.
Wenn ich aber irgendeine neue Kamera oder was auch immer, ein Fahrrad oder einen neuen Laptop brauche - wer sagt mir, was gerade gut ist? Test.de natürlich, aber bei dem ständig wachsenden Umfang an Themen ist das Problem wohl nicht allein mit professioneller Redaktion zu lösen.
Aber wir arbeiten daran.

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Zitat des Tages

Montag, Dezember 29th, 2008

Howard Stringer, Sony-CEO im manager magazin 01/09 zum Thema Entlassungen von Mitarbeitern in der Wirtschaftskrise:

Als Kapitän eines Schiffes kümmert man sich um Mannschaft und Passagiere. Doch wenn man einen Eisberg gerammt hat, muss man anfangen, sich um das Schiff selbst Sorgen zu machen. Denn ohne das Schiff ist alles bedeutungslos.

Sehr schön formuliert. Allerdings finde ich es nicht ganz passend, dass Sony von einem Eisberg getroffen wird, erst recht nicht nur Sony. Viel mehr handelt sich wohl um eine von US-Geldpolitik und Immobilienblase ausgelöstes finanzielle Atombombenexplosion, die punktuell in den USA ein paar Banken sprengt, aber deren Aschewolke sich wohl leider noch eine Weile in der Atmosphäre halten und das Licht für uns alle verdunkeln wird.

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Emails beantworten

Dienstag, Dezember 23rd, 2008

Zum Jahresende mal wieder ein allgemeines Thema, das mich regelmäßig beschäftigt und das ich mal aufschreiben muss: Das Beantworten von individuellen und persönlichen Emails. Finde ich generell sehr sinnvoll. Natürlich bekomme ich auch Mails von Leuten, die ich nicht kenne und die mich auch nicht interessieren, die irgendwas sinnloses von mir wollen. Die ignoriere ich auch manchmal, auch wenn ich versuche, meistens wenigstens kurz abzusagen.
Um jemanden komplett zu ignorieren, muss das Sinnlosigkeitsniveau aus meiner Sicht auf jeden Fall schon sehr groß sein. Passiert, wie gesagt, selten. Denn wer will schon gern ignoriert werden?

Ich natürlich auch nicht. Demzufolge stresst es mich auch extrem, wenn ich auf sinnvolle persönliche Mails einfach keine Antwort bekomme. Besonders weil ich meistens die betreffenden Angelegenheiten mit dem Senden der Mail im Kopf erstmal abhake und erst mit der Antwortmail wieder aufnehmen würde.
Alle halbwegs wichtigen auf Antwort wartenden Mails im Outlook auf “zur Nachverfolgung” zu setzen ist auch ziemlich unpraktikabel leider.

Email ist und bleibt auf absehbare Zeit das Hauptkommunikationsmedium unserer Zeit und v.a. unserer Branche. Man kann also ruhig deren Bearbeitung auch eine gewisse Priorität einräumen.
Sicher, manche Leute da draußen bekommen vielleicht auch noch ein paar mehr Mails als ich und haben noch weniger Zeit diese zu beantworten. Höre ich als Ausrede immer mal wieder: “Komme einfach nicht hinterher mit meinen Mails”. Kann ich nicht nachvollziehen, ist mir in 9 Jahren nicht wirklich einmal passiert sowas, und ich bekomme eine Menge Mails und auch eine Menge davon sind sinnlos.
Notfalls gehe ich einfach nicht ins Bett, bevor alle wichtigen Mails bearbeitet oder wenigstens mit sowas wie “melde mich morgen dazu” kurz Empfangsbestätigt sind. Wünsche mir zu Weihnachten, dass der Rest der Welt das auch lernt. ;)

P.S.: Was leider noch dazu kommt: Überempfindliche Spamfilter, die leider immer mal wieder dazu führen, dass ich Leute verfluche, weil sie nicht auf meine Mails antworten und dann anrufe, woraufhin sich heraus stellt, dass meine Mails nur im Filter hängen geblieben waren. Wenn das endlich mal jemand technisch lösen könnte… Mir scheint, als wär das Spamproblem mittlerweile zu gut gelöst: Richtige Spam-Mails für russische Viagrashops bekomme ich tatsächlich so gut wie gar nicht mehr. Das waren früher teilweise hunderte täglich. Dafür fliegen manchmal sinnvolle Mails in die Spamfilter.
Mir wäre lieber, das passierte nicht, dafür würde ich auch 10 Spam-Mails am Tag manuell löschen.

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Aktiendepot vs. Watchlist

Samstag, Dezember 6th, 2008

Endlich mal steht mein echtes Aktiendepot weniger schlecht da als meine Watchlist von Aktien, die ich spannend fand aber mich doch nicht getraut habe, zu kaufen. Verrückterweise lag die Watchlist lange Zeit deutlich vorn. So ist das mit dem wahrgenommenen und dem tatsächlichen Risiko.

Dem ist jetzt immer hin nicht mehr so. Natürlich alles derzeit mit einem wesentlich größeren weinenden als lachenden Auge: deutliche Verluste verzeichnen beide. Aber da ich Zeit habe und Google mit Sicherheit als allerletztes pleite geht, kein Stress.

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