Wordpress MU
Das von Wordpress kürzlich veröffentlichte Wordpress MU läuft ja angeblich auch auf Wordpress.com, welches laut eigener Aussage fast eine halbe Million User hat. Ich habe MU getestet und musste mit Erschrecken feststellen, dass es für jeden neuen User eigene Tabellen in der Datenbank anlegt. Nach wenigen Tagen Test musste ich eben feststellen, dass der dafür vorgesehene Server langsam schlapp macht, weil bereits 5.000 Tabellen und ein bisschen Traffic da waren.
Wordpress ist ja nicht gerade dafür bekannt, perfekt mit MySQL umzugehen, aber das geht so mal überhaupt nicht.
Bei 500.000 Usern auf WP.com käme da eine hübsche 7-stellige Zahl von Tabellen in einer MySQL-DB zusammen. Völlig unmöglich. Es muss also deutliche Unterschiede zwischen WPMU und der Software von Wordpress.com geben. Da liegt doch die Vermutung nahe, dass WPMU nicht ganz unabsichtlich in einer Version veröffentlicht wurde, mit der es unmöglich ist, mehr als ein paar tausend User zu verwalten.
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Basic Thinking Blog » WPMU nicht gleich Wordpress.com? schrieb am November 1st, 2006 um 21:23
[...] mit Wordpress Multiuser 1.0 läuft. Allerdings, das kann nicht so ganz stimmen anscheinend. Trackback-URL Gelesen: 1 heute:1 [...]
songmix schrieb am November 1st, 2006 um 21:24
Was ist denn der Sinn, für jeden User eine eigene Tabelle anzulegen, die eh alle gleich aufgebaut ist? O_o! Manche kennen wohl die WHERE-Bedingung in einer SQL-Abfrage noch nicht.
Derartige Aktionen lassen mich irgendwie an Open Source-Software zweifeln
Thomas schrieb am November 1st, 2006 um 21:26
Wenn man am Anfang solche Fehler macht, okay. Aber der Matt sollte sich langsam mal nen MySQL-Profi einstellen können.
Jesus Mohammed Hitler schrieb am November 1st, 2006 um 21:58
Ist ja mal interessant, mir war der Code von Anfang an auch nicht geheuer - hast Du Dir mal die SQL-Statements angeschaut? Ich kann nur jedem empfehlen: MySQL-Log anwerfen und Grübelmaschine abdröhnen lassen! Voll die Kanne, aber hallo! Dabei ist WP gar nicht schlecht vom Handling, aber dass es dermassen sub-primitivo unter der Haube ist, bitter bitter, da fällt einem der Sack ab, Mann!
Markus schrieb am November 1st, 2006 um 22:42
Wenn man sich das Wordpress MU Forum anschaut, stellt man fest, dass dort einige relativ große Communities betreiben. Klar beschweren sich alle über diese DB-Verwaltung, aber es muss anscheinend gehen.
Evtl. solltest Du das nicht auf einem alten alturo-server testen
Thomas schrieb am November 1st, 2006 um 23:16
Glaub mir, es ist nicht möglich. Ich hab grad einen absoluten MySQL-Killer-Profi-Kollegen zum Thema befragt, ob das theoretisch geht:
[23:13] Björn: da ist MySQL ja nur noch damit beschäftigt Tabellen auf und zu zu machen und macht sonst nix mehr
[23:13] Ich: also nicht möglich? auch nicht auf nem richtig fetten server?
[23:13] Björn: wieviel Millionen wolls denn ausgeben?
5-stellige Userzahlen mit relativ wenig Traffic könnte man auf nem richtig guten Server wohl noch hinkriegen, deswegen hat auch noch keiner der MU-User richtig ernste Probleme.
Aber das ist wohl nur die Ruhe vor dem Sturm.
mzeecedric schrieb am November 1st, 2006 um 23:57
Natürlich kann auf WP.com nicht 1zu1 WPMU laufen. Allerdings basiert es wohl schon zu großen Teilen darauf. Der Vorteil der WPMU DB-Struktur ist wohl die Skalierbarkeit. Hier ein Post von Matt dazu:
Thomas schrieb am November 2nd, 2006 um 00:18
Interessanter Link, danke. Hat irgendjemand eine Idee, wie er das macht, dass nach jeweils ca. 1000 Usern eine neue DB aufgemacht wird?
Trotzdem ist die Aussage wenig überzeugend. Das entscheidende Problem ist, dass die Datenbankabfragen von Wordpress eine Katastrophe sind. Das fällt bei einzelnen Blogs mit ein paar hundert Beiträgen nicht auf, aber beim Bloghosting natürlich sehr viel schneller.
tobsen schrieb am November 8th, 2006 um 11:49
jo das stimmt auch wieder ….
Angee schrieb am November 10th, 2006 um 21:32
Und, Serendipity jetzt schon mal ausprobiert?
Serendipity - Features (http://s9y.org/3.html):
… * Shared library. You can use Serendipity as a single installation to serve multiple and independent weblogs, but only maintaining a single codebase….
…Native import from earlier blog applications (WordPress, Textpattern, Moveable Type, bblog, …)
Stephan schrieb am November 13th, 2006 um 18:29
Holt euch einen schnelleren Server
Fridaynite schrieb am November 24th, 2006 um 18:06
Find ich auch megadämlich mit dieser riesigen aufgeblähten Datenbank. Bin vor ein paar Tagen bei der Erstinstallation auch erschrocken. Alle 1000 User ne neue anlegen ist ne Idee. Allerdings kann ich mich mit Serendipity als Alternative auch net so anfreunden.
kaydee schrieb am Januar 5th, 2007 um 19:46
ich habe auchlange ueberlegt und kann mich nach wie vor NICHT mit wpmu anfreunden…AUCH wegen des datenbank-handlings. lifetype SCHEINT mir da angenehmer…es ist halt nur schade, weil sie single-user-wp-version fuer mich persoenlich schon sehr fein ist und auch weiter vebreitet als lifetype: http://www.lifetype.org
nachw ie vor ueberlege ich auch bzgl. antville…wobei ich da ja nun GAR keine ahnung von hab
OverflooD schrieb am Januar 17th, 2007 um 18:33
Kann ich mir ja gar nicht vorstellen, dass jeweils eine neue Tabelle anlegen so sinnvoll sein soll. Das bringt doch auf Dauer nix? Oder würde da die DB-Last nicht eher bei mehr Where-Clauses eher zur Last fallen?
Thomas schrieb am Januar 17th, 2007 um 21:36
Es geht darum, dass bei tausenden von Tables und ein bisschen Traffic, MySQL dann nichts anderes mehr macht als die ganze Zeit Tabellen öffnen und schließen, das ist das Problem.
Dass die Queries von WP auch an sich schlecht sind, ist noch mal ein anderes Problem.
Dennis Morhardt schrieb am Juni 8th, 2007 um 12:58
Moin Moin,
es gibt für diese Problem eine Lösung: die HyperDB. Das ist die Datenbank Klasse von WordPress.com, wurde vor einer Woche für jeden zur Verfügung gestellt. WordPress.com nutzt keinen MySQL Cluster, sonder das macht WordPress MU von alleine.
http://comox.textdrive.com/pipermail/wp-hackers/2007-May/012893.html
Grüße vom deutschen WordPress MU Team
- Dennis