Warum James Bond pokert
Dienstag, November 28th, 2006Was ich schon lange vermutete habe, hat der SPIEGEL (48/2006) jetzt netterweise mal schwarz auf weiß bestätigt. Der aktuelle Pokertrend entstand nicht zufällig oder aus irgendeiner Laune irgendeines Fernsehmachers heraus. Online-Poker ist ein Milliardengeschäft, das vor einigen Monaten in den USA per Gesetz kurzerhand verboten wurde. Damit gingen der Branche ca. 80% der Umsätze flöten, schätzt der SPIEGEL.
Also sucht man außerhalb der USA nach alternativen Märkten. Besonders gut eignet sich dafür natürlich die traditionell weltweit erfolgreichste Film-Serie, James Bond. Dass der Film komplett um das zu bewerbende Produkt herum gestrickt wird, dürften sich die Sponsoren einen 2-stelligen Millionenbetrag haben kosten lassen. Wahrscheinlich eine gute Investition in die Zukunft der Spielsucht. Und ein weiteres Armutszeugnis für Hollywood. Damals dachte ich noch, das Fedex-Product-Placement in Cast Away würde nerven, der neue Bond läutet nun die nächste Generation ein.

Tags: Internet - Unternehmer, Hamburg, Online Marketing, lustiger Typ, Punk, *1981, Katzenfan




