Wenn es das Internet in der DDR gegeben hätte…
Wie wäre das wohl gewesen?
- Um die Seite Trabant-bestellen.dd aufrufen zu können, muss man ca. 8 Stunden warten (Die Lieferung dauert dann trotzdem ca. 15 Jahre).
- Das Shoppingportal Konsum.dd gehört zu den meistbesuchten Webseiten. Allerdings sind durchschnittlich ca. 80% der Artikel nicht lieferbar.
- Auf der selbstverständlich nicht-veränderbaren Standard-Startseite des Einheitsbrowsers (”Deutsches Demokratisches Internetwerkzeug”) prangt ein großes Porträt von Erich Honecker, ebenso besteht der Standard-Bildschirmschoner aus nichts anderem.
- Nur etwa jeder zweihundertste Bürger hat einen Internetanschluss. So gut wie alle anderen haben ihn beantragt, müssen aber noch bis zu 85 Jahre darauf warten.
- Diesen 75.000 Internetnutzern stehen mindestens 400.000 Beamte des Ministeriums für Staatssicherheit gegenüber, die diese permanent überwachen. Allerdings nicht auf elektronischem Wege, sondern in Form von mehreren Beamten, die jedem Nutzer eines Computer ständig über die Schulter schauen.
- Die Computer basieren auf völlig veralteten, von amerikanischen Vorbildern nachgebauten, Mikrochips, die zu einem 20-fachen des Weltmarktpreises im VEB Kombinat Mikroelektronik Bitterfeld hergestellt werden.
- Webseiten aus dem imperialistischen Ausland aufzurufen ist selbstverständlich nicht möglich. Dies wurde allerdings nicht durch ausgereifte Filtertechnologie erreicht, sondern einfach durch das Kappen aller Datenleitungen entlang des “antifaschistischen Schutzwalls”.
- Beliebte Freizeitaktivitäten der Jungendlichen sind, genau wie im Westen, Chatten und Flirten. Allerdings nur auf der streng sozialistischen Webseite der FDJ.
- Vor den wenigen öffentlichen Internetcafés sind kilometerlange Schlangen an der Tagesordnung. Wer sich erst nach 9 Uhr morgens anstellt, hat kaum noch eine Chance, vor 15:30 ranzukommen, bevor die Cafés schließen.
- Im Fall von Stromausfällen werden Stasi-Beamte abkommandiert um sich in den Internetcafés an die Rechner zu setzen und auf den Bildschirm zu starren. Dann fällt der Ausfall nicht so auf.
Tags: Internet - Unternehmer, Hamburg, Online Marketing, lustiger Typ, Punk, *1981, Katzenfan





www.total-bekloppt.de schrieb am August 2nd, 2006 um 23:16
Internet in der DDR so wrs gewesen…
Hier mal einige Gedanken was gewsen wre, wenn es das Internet in der DDR gegeben htte. Sehr lustig!…
theBastian schrieb am November 11th, 2007 um 21:22
Es gibt natürlich nur eine Plattform zum Chatten und Flirten. Die Junge Internetwelt.
Musikdownload gibts natürlich auch. Dabei muss die Quote, die in Discotheken gilt (80% Ost, 20% Westmusik) eingehalten werden.
…
Als ehemaliger DDR-Bürger würden einem noch tausend andere Dinge einfallen.
theBastianonline » Wenn es das Internet in der DDR gegeben hätte … schrieb am November 11th, 2007 um 21:28
[...] darüber hat sich der Thomas Gedanken gemacht. Da musste ich gleich meinen Senf dazu geben. Dieses Posting bookmarken bei Diese Icons verlinken [...]