Archiv für Januar, 2006
Kao San Road
Mittwoch, Januar 18th, 2006Miss Puke
Mittwoch, Januar 18th, 2006Wassermelonensaft
Mittwoch, Januar 18th, 2006
Mein absolutes Lieblingsgetränk, frischen Wassermelonensaft, gabs in Thailand fast an jeder Ecke. Ein Paradies. Nur machen die standardmäßig Zucker und sehr viel Eis mit rein, beides ekelhaft. Das kann man aber verhindern, wenn man es schafft, diesen Sonderwunsch den leider auch ziemlich englischresistenten Thais beizubringen.
Straße auf Koh Tao
Mittwoch, Januar 18th, 2006
Das ist die einzige Straße, die auf Koh Tao von Pier und Dorf zu unserem Hotel führte. Das sieht auf dem Bild vielleicht nicht so hart aus, aber die ist total kaputt, voller Regenwasser-Rinnen und teilweise über 45° steil. Eigentlich unbefahrbar, aber für die extrem hoch liegenden Pickups, die auf der Insel alle haben, auch als Taxis, ist es doch möglich, wenn auch sehr mühsam.
Und die Passagiere sitzen natürlich auf der Ladefläche, und das bei über 45° Steigung!
Collapse: How Societies Choose to Fail or Succeed
Mittwoch, Januar 18th, 2006Auf der Reise gerade zuende gelesen, eines der besten Bücher seit langer Zeit: Collapse: How Societies Choose to Fail or Succeed von Jared Diamond.
Wer sich für Geschichte, Wirtschaft und Zukunftsforschung interessiert, oder idealerweise alles zusammen, sollte das lesen. Besonderer Pluspunkt: Der Autor Jared Diamond, ein Wissenschaftler, zeichnet sich besonders auch dadurch aus, wissenschaftliche Zusammenhänge in lockerer Sprache einfach erklären zu können und dazu sogar manchmal noch einen Gag einfließen zu lassen. Eine Fähigkeit, die leider nur äußerst wenige Wissenschaftler beherrschen.
Zigaretten-Warnhinweise in Thailand
Mittwoch, Januar 18th, 2006Keine Cabrios in Asien
Mittwoch, Januar 18th, 2006Es gibt in Asien einfach keine Cabrios. Jedenfalls habe ich jetzt schon einige Metropolen des Kontinents besucht und nicht ein einziges Exemplar gesehen.
Das liegt auf jeden Fall nicht daran, dass sich hier keiner so was leisten kann, es gibt schon genug Luxusautos auf den Straßen Pekings, Bangkoks und Kuala Lumpurs.
Vermutlich ist der Grund dafür einfach die starke Luftverschmutzung und die extreme Hitze. Während sich in Westeuropas vergleichsweise extrem sauberen Städten die Leute über die wenigen Tagen freuen, in denen man gutes Wetter im Cabrio voll genießen kann, bevorzugt man es hier wohl, sich durch Klimaanlage und Luftfilterung im Stau einigermaßen von der Umgebungsluft abschotten zu können. Verständlich.
Alles was ich bisher in Europa an schlechter Luft gesehen habe (in Athen war ich allerdings noch nicht, was wohl auch schlimm sein soll), wird hier von jeder halbwegs großen Stadt locker in den Schatten gestellt.
Ich vermute mal, das liegt auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil an veralteter Technik, die hier aus kostengründen immernoch gebaut und auch gern gekauft wird: Ordentliche Katalysatoren kosten Geld, das man hier in Namen des “Fortschritts” gern spart. Während in Peking wohl im wesentlichen die riesige Massen an doch relativ modernen und sauberen Fahrzeugen den Smog verursacht hat, sind in Bangkok z.B. tausende Zweitakt-Motorradtaxis (”Tuktuks”) unterwegs, die einen grauenhaften Gestank und zudem höllischen Krach verursachen.
Shark Island
Mittwoch, Januar 18th, 2006
Die coole Felseninsel im Hintergrund nennt sich Shark Island, und das nicht nur, weil es cool klingt sondern weil es dort wirklich Haie gibt.
Allerdings nur irgendeine kleine Art, die maximal einen Meter lang wird und keine Menschen angreift, hat man uns jedenfalls erzählt. Stimmt wohl aber auch, denn da wurden ständig Touris mit Booten hingekarrt um schnorchelnd nach Haien Ausschau zu halten. Einige hatten auch das Glück, welche zu sehen, haben sie uns jedenfalls erzählt.
Am Ende eines äußerst angenehm langweiligen Nachmittags am Strand hatte ich schließlich Lust bekommen, mal zu dieser Insel zu schwimmen. Ich hatte schon mit Christian drüber gesprochen, aber der traute sich nicht. (Mäuschen!) Die Entfernung war sehr schwer zu schätzen, aber ich glaubte es waren vom Strand irgendwas zwischen 1 und 2 Kilometern. Rein von der Entfernung überhaupt kein Problem für mich, denn im Gegensatz zum Joggen kann ich Schwimmen lustigerweise problemlos stundenlang. Zudem war das Wasser immer sehr ruhig.
Entscheidend über die Schwierigkeit und auch die Gefährlichkeit des Unterfangens wäre nur eine möglicherweise vorhandene Strömung außerhalb der wohl sicheren Bucht gewesen. Davon hat man ja manchmal schon wilde Geschichten gehört, dass die sogar erfahrene Schwimmer in ernste Schwierigkeiten bringen können. Ich beschloss aber, es trotzdem zu versuchen, obwohl es schon später Nachmittag war und somit keine Schnorcheltouris mehr auf dem Wasser waren, die notfalls hätten helfen können.
Der erste Kilometer bis zum Rand der Bucht war erwartungsgemäß leicht und schnell hinter mich gebracht. Während dessen hatte ich mich auch noch mehrmals umgeschaut und dabei bemerkt, dass ich perfekt auf Kurs war, den Strand genau gerade hinter mir sah. Doch dann kam ein Punkt, an dem das Wasser plötzlich mehrere Grad kälter wurde. Erst nach einigen Minuten, während denen ich vermeintlich weiter auf die Insel zuschwamm, wurde mir klar, dass das der Punkt war, an dem ich aus der sicheren Bucht in das möglicherweise strömende Gebiet gekommen war. Ich schaute mich um und stellte fest, dass es wirklich eine Strömung gab, und zwar eine ziemlich starke. Man bemerkt es nicht, wenn man darin ist, so stark ist sie natürlich auch nicht. Aber ich sah plötzlich hinter mir nicht mehr den Strand, sondern blickte schon halb in die nächste Bucht, die rechts neben unserer lag. Ich war also einige hundert Meter, auf dem Bild nach rechts, abgetrieben worden.
Ich war trotzdem nur wenige hundert Meter von der Insel entfernt. Mit großer Anstrenung hätte ich es möglicherweise doch geschafft, sie gegen die Strömung anschwimmend zu erreichen. Allerdings schien mir die Möglichkeit, noch weiter zu treiben und vielleicht sogar aufs offene Meer hinaus, nicht sehr erstrebenswert. Zudem bestand ja immernoch die Möglichkeit, einem Hai zu begegnen, der mir mal eben ein Loch ins Bein nagt oder sowas. Damit schwimmt sich’s dann ja auch nicht mehr so gut, dachte ich mir. Also brach ich den Versuch ab und schwamm zurück zum Strand, was mir auch ohne größere Probleme gelang.
Reinhold Messner hätte es sicher durchgezogen, aber ich hab ja auch nicht vor, als Extremsportler in die Geschichte einzugehen.




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